Wie langlebig ist SWARCOPLAST G601 im täglichen Verkehr?

Leistungsstarke Fahrbahnmarkierungen müssen nicht nur glänzend starten, sondern auch über Jahre hinweg verlässlich auf der Straße performen. Grund genug, um die großartigen Ergebnisse des Markierungssystems SWARCOPLAST G601 bei den BASt-Verlängerungsprüfungen einem Realitätscheck auf der Straße gegenüberzustellen. 

Auf der Rundlaufprüfanlage der deutschen Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) erreicht SWARCOPLAST G601 nach 12 Millionen Überrollungen noch nie dagewesene Werte. Doch wie performt das System im täglichen Verkehr? Um das zu klären, wurde das Kaltplastiksystem auf der Bundestraße B210 bei Wittmund (Deutschland) als Randlinie appliziert. In der verlegten Agglomeratmarkierung kommen – wie auch bereits bei der Rundlaufprüfung – SWARCO SOLIDPLUS-Reflexglasperlen als Premix- und Drop-on-Perlen zum Einsatz. Die sogenannte Praxisbewährungsprüfung soll nun zeigen, ob das System auch auf der Straße mit starken Werten aufwarten kann. 

Die Markierung überzeugt sofort 

Kurz nach der Applikation wird erstmals gemessen – von einer anerkannten, unabhängigen Prüfstelle. Wie bereits im Labor beeindrucken die initialen Messwerte: So wird auf der weißen Markierung ein für die Nachtsichtbarkeit relevanter RL-Wert von 1063 mcd/m²·lx gemessen. Ebenso überzeugend ist das Ergebnis bei Nässe: 749 mcd/m²·lx stehen als RW-Wert zu Buche. Für die Tagessichtbarkeit wird ein Qd-Wert von 253 ermittelt. Nach EN 1436 erreicht das System somit eine Einstufung in die Klassen Q5, R5 und RW6.  Diese Werte übersteigen bei Weitem die Anforderungen der in Deutschland relevanten ZTV M 13. Nach der Norm EN 1436 klassifiziert sich das System damit in Q5, R5 und RW6 und übertrifft die Anforderungen der in Deutschland relevanten ZTV M 13 deutlich. „Es ist natürlich immer schön zu sehen, wenn solche hohen Anfangswerte erzielt werden“, erklärt Mario Nöllge, Geschäftsführer am SWARCO-Standort Diez, an dem SWARCOPLAST G601 hergestellt wird. „Entscheidend ist jedoch die Stabilität über die Zeit: Wie entwickeln sich die Werte über die kommenden zwei Jahre? Und wie gut widersteht die Markierung dem Winterdienst, der Witterung und der täglichen Dauerbelastung? Nach zwei Jahren weiß man dann mehr.“ 

Doch zunächst erfolgt nach einem Jahr – im konkreten Fall nach exakt 13 Monaten – eine Zwischenmessung. Bis dahin war die Markierung bereits vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Bei der Retroreflexion zeigt SWARCOPLAST G601 mit RL 754 mcd/m²·lx und RW 172 mcd/m²·lx weiterhin beachtliche Werte. Richtig spannend wird es weitere 13 Monate später – bei der zweiten relevanten Messung für die Praxisbewährungsprüfung im Gebrauchtzustand. Konnte das mehrkomponentige MMA-basierte System auch den zweiten Winter sowie die permanente Verkehrslast gut überstehen? 

Die Werte bleiben deutlich über den geforderten Mindestwerten: Es werden ein RL-Wert von 498 mcd/m²·lx und ein RW-Ergebnis von 113 mcd/m²·lx ermittelt. Dies ist eine klare Bestätigung der Langlebigkeit der Markierung im Praxisbetrieb, denn mit diesen Ergebnissen übertrifft das System weiterhin die geforderten Normwerte für die Klassen R5 und RW5 nach EN 1436. So gelingt SWARCOPLAST G601 eine überzeugende Praxisbewährungsprüfung. 

Fazit: Messbare Langlebigkeit 

Die Anwendung auf der Bundesstraße B210 bestätigt die Langlebigkeit unter Last: SWARCOPLAST G601 liefert in Kombination mit SWARCO SOLIDPLUS Reflexglasperlen exzellente Anfangswerte und überzeugt über mehr als zwei Jahre mit nachhaltig hoher Sichtbarkeit. Mario Nöllge ist zuversichtlich: „Die 26 Monate waren erst der Anfang. Diese Messungen haben bewiesen, dass das System langlebig ist – aber es hat noch Reserven. Auf der Rundlaufanlage hat es über 4 Millionen Reifenüberrollungen gedauert, bis die Premix-Perlen freigefahren wurden. Der Beweis dafür waren die Messwerte, die wieder angestiegen sind – insbesondere bei Nässe. Wir gehen davon aus, dass dieser Effekt auch auf der Straße eintritt.“ 

DURABILITY
Durability You Can Trust.
Built to Last.
Designed to Reduce Costs.

FAQs

Die Rundlaufprüfanlage (RPA) bietet eine standardisierte, beschleunigte Belastung unter reproduzierbaren Bedingungen – ideal für Vergleichbarkeit und Entwicklung. Die Praxisbewährung testet unter realen Einflüssen wie Witterung, Winterdienst und variierender Verkehrslast und zeigt die tatsächliche Gebrauchstauglichkeit im Feld. 

Maßgeblich sind Verkehrsmenge und Schwerverkehrsanteil, da hohe Überrollzahlen und Achslasten den Abrieb beschleunigen. Brems- und Lenkkräfte – etwa an Knotenpunkten – erzeugen zusätzliche Scherbeanspruchung und erhöhen den Glasperlenverlust, was die Retroreflexion reduziert. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der Winterdienst: Schneepflüge und Tausalze führen zu mechanischem und chemischem Stress. Je höher die Gesamtbelastung, desto leistungsfähiger muss das Markierungssystem ausgelegt sein. 

Nach EN 1436 werden diese Werte mit kalibrierten Retroreflektometern und definierten Geometrien erhoben. Die Messungen sollen bei vergleichbaren Umweltbedingungen stattfinden; verteilte Messpunkte und Mittelwertbildung steigern die Aussagekraft. 

High-Performance-Markierungssysteme zeichnen sich u.a. durch eine hohe Materialqualität, abriebfestes Markiermaterial und optimal abgestimmte Premium-Reflexglasperlen aus. Dadurch bleiben Retroreflexion, Tagessichtbarkeit und Griffigkeit (SRT) auch bei hoher Verkehrsbelastung langfristig stabil. Das Ergebnis sind normkonforme Fahrbahnmarkierungen über einen längeren Zeitraum hinweg. 

Zahlreiche Parameter (z.B. Dosierung, Untergrund, Schichtdicke, Temperatur, Luftfeuchte) beeinflussen die Eigenschaften der applizierten Markierung – und ebenso die Einbettung und Haftung der Mikroglasperlen. Somit spielen neben der Produktqualität des eingesetzten Markierungssystems zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle, wenn es um die Langlebigkeit von Fahrbahnmarkierungen geht.