So schaffen wir Net Zero 2050

Für eine sichere Mobilität werden rund um die Welt leistungsfähige Straßenmarkierungen benötigt – aber auch solche, die mit ökologischer Verantwortung und Weitblick produziert und appliziert werden. Bei SWARCO Road Marking Systems verbinden wir seit jeher Performance mit Nachhaltigkeit. Gerade da die Produktion oft auf energieintensive Prozesse basiert, setzen wir hier an: Mit klaren Zielen investieren wir in Forschung zu innovativen Verfahren und neuester Technik für die Umrüstung bestehender Anlagen, um die Nutzung erneuerbarer Energie sowie maßgebliche Effizienzsteigerungen Schritt für Schritt voranzutreiben. Unser Anspruch dabei: leistungsstark und wirtschaftlich bleiben, Ressourcen schonen und die Emissionen konsequent senken. 

Klares Ziel mit konkretem Plan 

SWARCO hat sich als gesamte Unternehmensgruppe ein verbindliches Ziel gesetzt: Net Zero bis 2050. Dieses Ziel ist ein klares Bekenntnis, an dem wir unsere Investitionen, Innovationen und Prozesse ausrichten. 

Gerade dort, wo die meiste Energie benötigt wird, sind die Hebel besonders wirksam – bei unseren Produktionsstandorten für Mikroglasperlen. Da die Herstellung einen hohen Erdgas- und Strombedarf erfordert, fokussieren wir unsere Maßnahmen zur Dekarbonisierung genau auf diese energieintensiven Prozesse. Um das Ziel Net Zero greifbar zu machen, wurde bereits an einem Glasperlen-Produktionsstandort ein sogenannter Climate Transition Plan ausgearbeitet. Er zeigt: Mit konkurrenzloser neuer Technik, der Elektrifizierung bestehender Prozesse und der schrittweisen Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Alternativen kann der Standort das gesetzte Ziel bis 2050 erreichen. Dabei folgt SWARCO bewusst keiner Einbahnstraße, sondern nutzt unterschiedliche Wege – Technologieoffenheit ist für uns entscheidend. Der Schlüssel liegt im klugen Mix aus Energieträgern, steigender Effizienz und einem stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energie. 


„Net Zero 2050 ist für uns kein ferner Wunschgedanke, sondern ein Auftrag, an dem wir bereits täglich arbeiten“, bringt es Peter Tomazic, Vice President von SWARCO Road Marking Systems, auf den Punkt. „Mit unserem Climate Transition Plan zeigen wir auf, dass technologischer Fortschritt und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen können. Natürlich muss man auch den Mut haben, konsequent zu forschen, zu investieren und zu kooperieren. So wird der erste Climate Transition Plan als Grundlage für unsere weiteren Produktionsstätten dienen.“ 

Die Sonne als Energielieferant 

Elektrifizierung ist nur dann tatsächlich nachhaltig, wenn der benötigte Strom auch entsprechend produziert wird. Deshalb bekennt sich SWARCO Road Marking Systems klar zu erneuerbarem Ökostrom und will so viel elektrische Energie wie möglich selbst erzeugen. Sonnenenergie ist dabei ein zentraler Baustein: eine Ressource, die unendlich zur Verfügung steht. 

Mit einer ambitionierten PV-Offensive installiert SWARCO Photovoltaik-Anlagen an allen europäischen Standorten der Road Marking Systems Division, wo entsprechende Flächen zur Verfügung stehen. Aktuell sind an sieben Standorten insgesamt 1,8 MWp Leistung installiert – das ist auch ein entscheidender Schritt zu mehr Energieautarkie. 

Am Beispiel eines SWARCO-Produktionsbetriebs in Deutschland zeigt sich, was moderne PV-Technik leisten kann: Dort wurde auf den Dächern der Produktionshalle eine neue Photovoltaikanlage errichtet. An einem sonnigen Tag deckt sie den gesamten Strombedarf des Standorts – und produziert sogar Überkapazitäten, die an benachbarte Betriebe geliefert werden. Die besonders effiziente Modultechnik macht es sogar möglich, im Winter rund ein Viertel des Gesamtstromverbrauchs selbst abzudecken. 

In Rumänien nutzt SWARCO ebenfalls vorhandene Potenziale: Am dortigen Produktionsstandort wurden zuvor ungenutzte Flächen von über 1.700 m² in zwei Phasen mit PV-Modulen bestückt. Das Ergebnis ist beeindruckend: Bei Sonnenschein erzeugt der Standort bis zu 70 % der benötigten Strommenge selbst. Sobald die Tagesschicht endet, fließen Ökostrom-Überkapazitäten von bis zu 80 % ins öffentliche Netz. Corina Berekmeri, Geschäftsführerin am Standort, erklärt: „Wir haben hier brache Flächen genutzt, die früher keinen Beitrag zur Energieversorgung leisten konnten. Jetzt erzeugen wir an sonnigen Tagen den Großteil unseres Strombedarfs selbst. Das beweist, wie schnell Nachhaltigkeit in die Praxis umgesetzt werden kann und sofort wirkungsvoll einen Beitrag leistet.“ 

Unsere PV-Offensive ist dabei kein Einzelprojekt, sondern Teil einer übergeordneten Strategie: mehr Eigenstrom, bessere Wirkungsgrade, ein reduzierter Energieverbrauch und damit einhergehend auch weniger Emissionen pro Tonne erzeugtem Produkt – wichtige Voraussetzungen für eine robuste, zukunftssichere und auch leistbare Produktion in Europa. 


Die PV-Offensive von SWARCO Road Marking Systems zeigt Wirkung: An sonnigen Tagen kann an manchen Standorten der gesamte Strombedarf gedeckt und sogar ein Stromüberschuss erzeugt werden. 
Copyright: enatek 

Viele Hebel für die richtige Wirkung 

Nachhaltigkeit entsteht nicht nur durch große Umstellungen – vielfach sind es die vielen kleinen Schritte, die in Summe entscheidend sind. Dazu kommt, dass sich Investitionen in energieeffiziente Systeme je nach Anwendung binnen kürzester Zeit schon amortisieren.Ein Plus, sowohl in der ökologischen als auch in der ökonomischen Bilanz! 

Unsere Beispiele aus der Praxis zeigen das deutlich: 

  • Umrüstung der Beleuchtungstechnik: Selbst an älteren Büro- und Industriestandorten lässt sich mit überschaubarem Budget viel erreichen. In den letzten zwei Jahren wurde wieder an drei Standorten die Beleuchtung konsequent auf LED-Technik umgestellt – inklusive neu installierter Bewegungsmelder. 
  • Intelligente Thermostate und moderne Heizungssteuerungen: Sie ermöglichen eine individuelle, bedarfsorientierte Wärmeversorgung – und werden bereits von zwei unserer Unternehmen intensiv genutzt. 
  • Schulungen und Sensibilisierung: Technik ist meist nur ein Teil der Lösung. Es gilt auch, die Menschen darüber zu informieren und zu begeistern. Deshalb haben wir damit begonnen, unser Personal laufend zu Energieeinsparmaßnahmen zu schulen – damit Effizienz im Alltag gelebt wird. 
  • Batteriespeicher an Büro- und Servicestandorten: Sie ermöglichen es, selbstproduzierten PV-Strom auch außerhalb der Sonnenstunden zu nutzen. So steigt der Grad der Energieautarkie, während gleichzeitig Energiekosten reduziert und die Ausfallssicherheit erhöht werden, wie unsere ersten installierten Speicher belegen. 
Am SWARCO-Standort in Târgoviște (Rumänien) wurden brachliegende Flächen für die Installation von Photovoltaik-Paneelen genutzt.

Unser Weg zeigt Wirkung 

Ob Net-Zero-Fahrplan, Elektrifizierung, PV-Offensive oder smarte Maßnahmen im Kleinen – all diese Schritte folgen einer gemeinsamen Richtung: Wir machen unsere Produktion leistungsstark und fit für die Zukunft. Mit moderner Technik, Investitionen in Forschung und einem erneuerbaren Energiemix setzen wir neue Benchmarks. Eine verantwortungsvolle Produktion für hochwertige Fahrbahnmarkierungen und für eine Zukunft, in der Nachhaltigkeit kein Zusatz ist – sondern der Standard. 

Net Zero 2050: FAQ​​​​​​​

Net Zero heißt, dass Staaten, Unternehmen und Organisationen ihre Treibhausgasemissionen so weit wie möglich reduzieren und nur unvermeidbare Restemissionen übrig bleiben. Diese restlichen Emissionen werden anschließend durch bestimmte Kompensationsmaßnahmen (etwa dauerhafte CO₂-Speicherung) neutralisiert.  

Wissenschaftliche Klimapfade zeigen, dass die Welt bis etwa Mitte des Jahrhunderts Netto-Null erreichen muss, um unter der 1,5-°C-Grenze an Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bleiben zu können. Deshalb setzen viele Staaten, Unternehmen und Organisationen 2050 als spätesten Zeitpunkt für Net Zero. 

Ein glaubwürdiges Net-Zero-Ziel für Unternehmen umfasst direkte Emissionen (Scope 1), indirekte Emissionen, z.B. aus zugekaufter Energie (Scope 2) und Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3).  

Zuerst werden Emissionen gemessen und die größten Hebel priorisiert, dann werden Prozesse, Energieversorgung und Lieferketten schrittweise dekarbonisiert. Restemissionen werden erst am Ende kompensiert, wenn sie technisch nicht vermeidbar sind.  

„Klimaneutral“ bedeutet in der Praxis oft, Emissionen bilanziell mit wenig nachhaltigen Kompensationsmaßnahmen auszugleichen. Net Zero ist strenger: Es verlangt eine sehr weitgehende Emissionsminderung entlang der gesamten Unternehmensaktivitäten, bevor nur ein kleiner unvermeidbarer Rest kompensiert wird.