So schaffen wir Net Zero 2050

Klares Ziel mit konkretem Plan
SWARCO hat sich als gesamte Unternehmensgruppe ein verbindliches Ziel gesetzt: Net Zero bis 2050. Dieses Ziel ist ein klares Bekenntnis, an dem wir unsere Investitionen, Innovationen und Prozesse ausrichten.
Gerade dort, wo die meiste Energie benötigt wird, sind die Hebel besonders wirksam – bei unseren Produktionsstandorten für Mikroglasperlen. Da die Herstellung einen hohen Erdgas- und Strombedarf erfordert, fokussieren wir unsere Maßnahmen zur Dekarbonisierung genau auf diese energieintensiven Prozesse. Um das Ziel Net Zero greifbar zu machen, wurde bereits an einem Glasperlen-Produktionsstandort ein sogenannter Climate Transition Plan ausgearbeitet. Er zeigt: Mit konkurrenzloser neuer Technik, der Elektrifizierung bestehender Prozesse und der schrittweisen Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Alternativen kann der Standort das gesetzte Ziel bis 2050 erreichen. Dabei folgt SWARCO bewusst keiner Einbahnstraße, sondern nutzt unterschiedliche Wege – Technologieoffenheit ist für uns entscheidend. Der Schlüssel liegt im klugen Mix aus Energieträgern, steigender Effizienz und einem stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energie.

Die Sonne als Energielieferant
Elektrifizierung ist nur dann tatsächlich nachhaltig, wenn der benötigte Strom auch entsprechend produziert wird. Deshalb bekennt sich SWARCO Road Marking Systems klar zu erneuerbarem Ökostrom und will so viel elektrische Energie wie möglich selbst erzeugen. Sonnenenergie ist dabei ein zentraler Baustein: eine Ressource, die unendlich zur Verfügung steht.
Mit einer ambitionierten PV-Offensive installiert SWARCO Photovoltaik-Anlagen an allen europäischen Standorten der Road Marking Systems Division, wo entsprechende Flächen zur Verfügung stehen. Aktuell sind an sieben Standorten insgesamt 1,8 MWp Leistung installiert – das ist auch ein entscheidender Schritt zu mehr Energieautarkie.
Am Beispiel eines SWARCO-Produktionsbetriebs in Deutschland zeigt sich, was moderne PV-Technik leisten kann: Dort wurde auf den Dächern der Produktionshalle eine neue Photovoltaikanlage errichtet. An einem sonnigen Tag deckt sie den gesamten Strombedarf des Standorts – und produziert sogar Überkapazitäten, die an benachbarte Betriebe geliefert werden. Die besonders effiziente Modultechnik macht es sogar möglich, im Winter rund ein Viertel des Gesamtstromverbrauchs selbst abzudecken.
In Rumänien nutzt SWARCO ebenfalls vorhandene Potenziale: Am dortigen Produktionsstandort wurden zuvor ungenutzte Flächen von über 1.700 m² in zwei Phasen mit PV-Modulen bestückt. Das Ergebnis ist beeindruckend: Bei Sonnenschein erzeugt der Standort bis zu 70 % der benötigten Strommenge selbst. Sobald die Tagesschicht endet, fließen Ökostrom-Überkapazitäten von bis zu 80 % ins öffentliche Netz. Corina Berekmeri, Geschäftsführerin am Standort, erklärt: „Wir haben hier brache Flächen genutzt, die früher keinen Beitrag zur Energieversorgung leisten konnten. Jetzt erzeugen wir an sonnigen Tagen den Großteil unseres Strombedarfs selbst. Das beweist, wie schnell Nachhaltigkeit in die Praxis umgesetzt werden kann und sofort wirkungsvoll einen Beitrag leistet.“
Unsere PV-Offensive ist dabei kein Einzelprojekt, sondern Teil einer übergeordneten Strategie: mehr Eigenstrom, bessere Wirkungsgrade, ein reduzierter Energieverbrauch und damit einhergehend auch weniger Emissionen pro Tonne erzeugtem Produkt – wichtige Voraussetzungen für eine robuste, zukunftssichere und auch leistbare Produktion in Europa.

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Viele Hebel für die richtige Wirkung
Nachhaltigkeit entsteht nicht nur durch große Umstellungen – vielfach sind es die vielen kleinen Schritte, die in Summe entscheidend sind. Dazu kommt, dass sich Investitionen in energieeffiziente Systeme je nach Anwendung binnen kürzester Zeit schon amortisieren.Ein Plus, sowohl in der ökologischen als auch in der ökonomischen Bilanz!
Unsere Beispiele aus der Praxis zeigen das deutlich:
- Umrüstung der Beleuchtungstechnik: Selbst an älteren Büro- und Industriestandorten lässt sich mit überschaubarem Budget viel erreichen. In den letzten zwei Jahren wurde wieder an drei Standorten die Beleuchtung konsequent auf LED-Technik umgestellt – inklusive neu installierter Bewegungsmelder.
- Intelligente Thermostate und moderne Heizungssteuerungen: Sie ermöglichen eine individuelle, bedarfsorientierte Wärmeversorgung – und werden bereits von zwei unserer Unternehmen intensiv genutzt.
- Schulungen und Sensibilisierung: Technik ist meist nur ein Teil der Lösung. Es gilt auch, die Menschen darüber zu informieren und zu begeistern. Deshalb haben wir damit begonnen, unser Personal laufend zu Energieeinsparmaßnahmen zu schulen – damit Effizienz im Alltag gelebt wird.
- Batteriespeicher an Büro- und Servicestandorten: Sie ermöglichen es, selbstproduzierten PV-Strom auch außerhalb der Sonnenstunden zu nutzen. So steigt der Grad der Energieautarkie, während gleichzeitig Energiekosten reduziert und die Ausfallssicherheit erhöht werden, wie unsere ersten installierten Speicher belegen.

Unser Weg zeigt Wirkung
Ob Net-Zero-Fahrplan, Elektrifizierung, PV-Offensive oder smarte Maßnahmen im Kleinen – all diese Schritte folgen einer gemeinsamen Richtung: Wir machen unsere Produktion leistungsstark und fit für die Zukunft. Mit moderner Technik, Investitionen in Forschung und einem erneuerbaren Energiemix setzen wir neue Benchmarks. Eine verantwortungsvolle Produktion für hochwertige Fahrbahnmarkierungen und für eine Zukunft, in der Nachhaltigkeit kein Zusatz ist – sondern der Standard.
