sujet


VERKEHRSSTEUERUNG DER STADT LUXEMBURG - EINBINDUNG VON DREI TUNNEL IM STADTBEREICH, Luxemburg, Stadt Luxemburg

, 2015

Aufgabenstellung

Bereits im Jahre 2004 begann SWARCO TRAFFIC SYSTEMS (damals noch Weiss-Electronic, in Zusammenarbeit mit einem Luxemburger Partner), die Steuerung des Tunnels René Konen, welcher die Innenstadt und Fußgängerzone unterquert, in Luxemburg-Stadt zu erneuern.

Seither wurden das Verkehrsleitsystem und die Tunneltechnik weiter optimiert und auf den neuesten Stand gebracht. So wurde z. B. die Höhen­kontrolle teilweise auf Laser basierend um­ge­rüstet, zentrale Rechner modernisiert und verschiedene Teststellungen realisiert. Im Laufe der Jahre wurden zudem weitere Straßen­tunnel der Stadt – Pénétrante Sued und Desserte Schuman – mit Verkehrstechnik von STS ausgestattet, modernisiert und erweitert.

Details

Im aktuellen Projekt wurden alle drei Tunnel sowie die Verkehrsbehörde (Service de la circulation) an das Netzwerk der Stadt angebunden. Die jeweiligen Bedienrechner der Tunnel wurden in die Steuerzentrale des Tunnel René Konen integriert und werden von dort direkt zur neuen Zentrale in Luxemburg aufgeschaltet.

Die Datenübertragung erfolgt per Licht­wellen­leiter. Mittels KVM-over-IP Tech­nologie werden sowohl Bild und Ton wie auch Tastatur- und Maussignale übertragen.

Anstelle einzelner Bedienrechner werden die Daten ereignisorientiert auf eine Videowall aufgeschaltet, von wo aus die Tunnel über die verschiedenen STS Unterzentralen gesteuert werden. Die Steuerung Desserte Schuman wurde in die Visualisierung der Unterzentrale René Konen integriert. Die Darstellung und Steuerung des Tunnels Pénétrante Sued erfolgen getrennt.

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* KVM over IP (KVMoIP) steht für die Remote-Steuerung von Keyboard, Video und Mouse mittels IP-Protokoll. Der Administrator kann von überall aus auf die Clients und Server zugreifen und diese administrieren. Für die KVM-Verbindung können das Internet oder andere Netzwerke genutzt werden, die mit dem TCP/IP-Protokoll arbeiten.

 

Projektinhalt

  • 8 LED-Wechselverkehrszeichen
  • 10 Dauerlichtzeichen
  • 2 Portalsignalgeber
  • 1 Schrankenanlage
  • 8 Doppelschleifen
  • 2 Radardetektoren
  • 4 Prismenwender
  • 3 Streckenstationen
  • 4 Höhenkontrollen teilweise über Laser
  • 1 Tunnel-Unterzentralen-Rechner
  • 4 Bedienstationen

Realisierung

Baubeginn: September 2004.
Erst-Inbetriebnahme: ab Juni 2005.
Ab 2012 kontinuierliche Optimierungen und Erweiterungen