sujet


LÄRMSCHUTZEINHAUSUNG A1 KÖLN-LÖVENICH, Deutschland

, 2013

Aufgabenstellung

Seit 2007 wurde der rund zwei Kilometer lange Abschnitt der A1 im Kölner Westen auf sechs Fahrstreifen verbreitert.

Um die unmittelbar an der A1 liegenden Kölner Stadtteile Weiden und Junkersdorf ausreichend schützen zu können wurde der Autobahnabschnitt mit einer "Lärmschutzeinhausung" überdacht.

Das Bauwerk in Form eines autobahn­überspannenden Tunnels besteht aus Stahl­beton­wänden neben der Autobahn und im Mittel­streifen, die mit einer gewölbten Konstruktion aus Glas überdacht sind.

In die Einhausung integriert sind die Anschluss­stelle Köln-Lövenich sowie fünf Brücken. Die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Ein­hausung liegt bei 80 Stundenkilometern.

Details

Projektkonzeption

Die Tunnelleitzentrale überwacht ständig per Video die Lärmschutzeinhausung und kann sie im Bedarfsfall sofort sperren.

Die Lärmschutzeinhausung ist von der Steuerung her in die Abläufe

  • der Knotenbeeinflussungsanlage des Autobahnkreuzes Köln-West,
  • der Stauwarnanlage aus Richtung Dortmund
  • und in das System mit dynamischen Wegweisern mit integrierten Stau­anzeigen (dWiSta)

einbezogen.

Lärmschutzeinhausung

Schilderbrücke

Projektinhalt Außenanlage

  • 74 Streckenstationen mit 1000 V Transformator zur Energieversorgung
  • 212 dynamische Anzeigesysteme in LED-Technik an 47 Anzeigequerschnitte (davon 13 innerhalb des Tunnels)
  • 37 Prismenwender an 27 Anzeigequerschnitte
  • 12 Wechselwegweiser
  • 4 Wechselverkehrszeichen in LED-Technik (dWiSta) innerhalb der Lärmschutzeinhausung
  • 29 statische Verkehrszeichen und Wegweisertafeln
  • Dauerlichtzeichen, Blinkleuchten
  • 13 Messquerschnitte in Induktiv­schleifentechnik
  • 24 DEG für Doppelschleifen
  • 34 kombinierte Überkopfdetektoren
  • 46 Helligkeitssensoren (innen und außen)
  • 2 Nässemessstation inkl. DEG und EAK
  • 15 Höhenkontrolleinrichtungen mit Fotobeweis an den Sperrquerschnitten
  • WVZ mit Rollo als Notfallsignalisation (fail-save)
  • Markierungsleuchtknöpfe (MLK) zur Unterstützung der Überkopfsignalisation beim Ausleiten der Fahrzeuge
  • 3 Zuflussregelungssysteme sind zur Sperrung in die Tunnelsteuerung integriert
  • Demontage der bestehenden Anlage mit Verkehrsschildern, dynamischen Wechsel­verkehrszeichen, Streckenstationen und Stahlbrücken
  • Länge der Lärmschutzeinhausung: ca. 1500 Meter, 1 Röhre pro Fahrtrichtung
  • Lichte Höhe in den Röhren: ca. 4,7 Meter (punktuell 4,5 m)

Die Streckenstationen auf den Verkehrs­zeichen­brücken sind auch innerhalb des Tunnels ohne Sperrung über die Servicewege vom Dach aus zugänglich.

Durch den Einsatz von Doppel-EAKs ist es möglich, dass die Verkehrssteuerung sowohl durch die Unterzentrale als auch im Ereignisfall durch die Tunnelleitzentrale gesteuert werden kann.

Projektinhalt Unterzentrale

Die Steuerungssoftware basiert auf der BLAK-Software (www.nerz-ev.de).

Neben den Standardbedienelementen (z.B. Zu­stands­anzeigen, Schalten von Wechsel­verkehrs­zeichen, Aufruf von Protokollen und Statistiken) sind auch die Zuflussregelungsanlage zu para­metrieren oder die Schrankenanlagen zu schalten.

Realisierung

Baubeginn: 2007

Inbetriebnahme: 2013