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SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH betritt Neuland - Erstmals einen Werkstudenten eingestellt

10.04.2017

SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH betritt Neuland - Erstmals einen Werkstudenten eingestellt

Kevin Wenzel wird mit diesem Pilotprojekt beruflich gefördert und eine Perspektive in der Diezer Firma geboten

Der Schreibtisch von Kevin Wenzel bei der SWARCO Limburger Lackfabrik in Diez/Lahn ist momentan wieder einmal verwaist. Auch die diversen chemischen Analysen müssen nun seine Kollegen ausführen. Dafür sitzt der junge Mann erneut im Hörsaal der Fachhochschule in Esslingen und erweitert sein Wissen. Der 23-Jährige absolviert nämlich gerade ein Studium zum Chemieingenieur Farben und Lacke, das mit dem „Bachelor of Science“ abschließt.

Mit diesem Projekt hat die SWARCO Limburger Lackfabrik kürzlich Neuland betreten. Erstmals wurde im Diezer Unternehmen ein ehemaliger Auszubildender als Werkstudent übernommen. Mit diesem Vorhaben will sich die Firma für die Zukunft gut aufstellen. Geschäftsführerin Angelika Diels nennt die Gründe für diese Entscheidung. Zunächst einmal ist die Branche für Straßenmarkierungen relativ klein. Andererseits wird ein spezielles fachliches Wissen und Können benötigt. „Entsprechender Nachwuchs lässt sich daher auf dem Arbeitsmarkt schwer finden“, erklärt sie. Deswegen setzt man darauf eigene Fachkräfte heranzubilden und weiter zu fördern. So können gute Auszubildende außerdem bei ihrem Weiterkommen unterstützt werden.

Mit Kevin Wenzel ergab sich im Herbst 2016 die Möglichkeit zu dem Modellversuch. Der damalige Auszubildende hatte im Sommer die Prüfung zum Lacklaboranten mit Bestnoten bestanden und war dafür von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz ausgezeichnet worden. Schon zuvor hatten ihm die Lehrer in der Berufsschule in Wetzlar bei Gesprächen im Unterricht empfohlen, sich höher zu qualifizieren. Er selbst wollte, wie er sagt, nicht auf der Stelle treten, sondern mehr lernen und vorankommen. Und so wurde die Idee geboren, sich beruflich weiter zu entwickeln. Der 23-Jährige informierte sich, welche Fortbildungen für ihn interessant sind. Schließlich kam nur der Lackingenieur infrage. Das Programm an der Fachhochschule in Esslingen passte dabei am besten für sein Profil.

Als sein Ausbilder in der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH, Horst Born, ihn dann noch fragte, ob er bereits eine Vorstellung davon habe, wie es nach der Ausbildung weitergehen sollte, hatte Kevin Wenzel schon seine konkreten Vorschläge parat. Schließlich wurde ihm daraufhin das Angebot unterbreitet, als Werkstudent in der Firma zu bleiben. Das bedeutet für den jungen Mann, dass er ein Vollzeitstudium über sieben Semester absolviert und in der vorlesungsfreien Zeit im Diezer Werk arbeitet. Von jeweils sechs Monaten sind rund vier für Theorie und Praxis an der Hochschule vorgesehen und etwa zwei Monate im Betrieb. Während seiner Studienzeit ist er so auch finanziell abgesichert. Nach dem Bachelor-Abschluss kehrt er dann ganztags zurück in das Unternehmen mit Sitz in Diez.

Inzwischen hat der Werkstudent sein erstes Semester an der Fachhochschule hinter sich gebracht. Im Grundstudium stehen vorrangig die Vertiefung der chemischen Grundlagen, Mathematik und Physik auf dem Stundenplan. „Es macht mir bisher großen Spaß und ich habe schon viel gelernt“, fasst er seine ersten Erfahrungen zusammen. In den fast acht Wochen, die in der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH dann folgten, übernahm der 23-Jährige hauptsächlich Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung im Labor. Zeitweise war er auch in der Qualitätskontrolle eingesetzt.

Kevin Wenzel plant seinen beruflichen Werdegang aber schon weiter. Wenn er sich im Hauptstudium dann auch noch mit Statistik, Betriebswirtschaftslehre, Sprachen und lackbezogenen Fächern beschäftigt hat, will er ein Auslandsemester zusätzlich einschieben bevor er seine Bachelor-Arbeit schreibt. Von der Hochschule wird das angeboten, berichtet er. Einen Aufenthalt in Skandinavien oder Asien bevorzugt er dabei. Generell findet es der 23-Jährige gut, dass ihn seine Firma bei seinem beruflichen Vorhaben unterstützt, junge Leute fördert und ihnen auch eine langfristige Perspektive bietet.

Zum Beruf des Lacklaboranten ist Kevin Wenzel eher zufällig gekommen, erzählt er von den Anfängen. Nach dem Abitur hatte er sich in der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH eigentlich auf die ausgeschriebene Ausbildungsstelle als Chemikant beworben. Seine Wahl war darauf gefallen, weil er sich schon der Schule für Chemie interessiert hat. Im Vorstellungsgespräch wurde er dann vom Betriebsleiter und seinem späteren Ausbilder Horst Born sozusagen weitergeleitet.

Insgesamt beträgt die Ausbildungszeit beim Lacklaboranten dreieinhalb Jahre. Wegen guter Noten hat Kevin Wenzel sie auf drei Jahre verkürzen und so schon früher mit dem Studium beginnen können. (cde)

Für weitere Fragen rund um die Ausbildung bei der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK GmbH stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

T. +49-6432-9184-0

E. info.limburgerlackfabrik@swarco.com