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Rüttelstreifenmarkierung mahnt zu erhöhter Vorsicht

19.10.2017

Rüttelstreifenmarkierung mahnt zu erhöhter Vorsicht

SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK und Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg kooperieren bei Pilotprojekt

Schwere Verkehrsunfälle sind im brandenburgischen Landkreis Barnim am Knotenpunkt Blumberger Chaussee/Bernauer Chaussee (L 31)/Börnicker Landweg fast an der Tagesordnung. Verschiedenste Vorkehrungen haben bisher wenig gebracht, um die Situation zu entschärfen. Jetzt wurde ein Pilotprojekt vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, Dienststätte Eberswalde, und der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK gestartet. Eine Rüttelstreifenmarkierung mit Material aus Diez soll Erfolg bringen.

Martina Reimer vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg schildert die Ausgangslage: „An diesem Knoten ist die ansteigende Beanspruchung der Verkehrsteilnehmer auf eine unzureichende Orientierung über den Streckenverlauf zurückzuführen. Die Nachrangigkeit der Gemeindestraße ist nicht sofort erkenntlich und die Sichtbeziehungen auf den Knotenpunkt sind nicht ausreichend. Demzufolge ist auch der kreuzende Verkehr sehr spät ersichtlich, was mit einem plötzlich auftauchenden Hindernis gleichzusetzen ist und somit kann diese Situation nur noch unter Schwierigkeiten gemeistert werden.“

Bisherige Vorkehrungen zeigten kaum Wirkung. Schon seit Jahrzehnten gilt ein Tempolimit von 70 km/h. Zusätzlich wurden aus allen Richtungen Hinweistafeln „Unfallschwerpunkt“ angebracht. Durch Rückschnitt des Bewuchses sind die Schilder auch gut wahrzunehmen. Trotzdem ergaben wiederkehrende Messungen, dass meistens zu schnell gefahren wird: tagsüber im Durchschnitt bis 88 km/h und nachts bis 105 km/h.

Die Statistik weist aus, dass in den vergangenen Jahren die Anzahl und die Schwere der Unfälle an diesem Verkehrsknotenpunkt im Landkreis Barnim deutlich zugenommen haben. 75 Prozent beruhen auf Missachtung der Vorfahrt. Im Fünf-Jahreszeitraum wurden 21 Unfälle gezählt. Ein Toter, elf Schwer- und 26 Leichtverletzte sind die traurige Bilanz.

Um doch noch die Unfallhäufigkeit abzubremsen, reifte der Entschluss, an dem Brennpunkt eine Rüttelstreifenmarkierung aufzubringen. Das geschah jetzt auf allen vier Streckenabschnitten. Die SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK ist bei dem Projekt hinsichtlich technischer Unterstützung durch den Außendienst und Materiallieferung mit von der Partie. Limboplast für Rüttelstreifen (2K-Kaltplastik) wurde verwendet. Ausführende Firma war die Straat 1 aus Rostock. Die beauftragte BDC Dorsch Consult Ingenieurgesellschaft Neubrandenburg stützte sich bei ihren Planungen auf die von der Bundesanstalt für Materialprüfung veröffentlichten Empfehlungen für Rüttelstreifen der Studie V 190.

Zu dem Verkehrsversuch, der über drei Jahre läuft, gehört auch eine Wirkungskontrolle. Die Untersuchung bezieht sich auf die Unfallentwicklung, die Haltbarkeit der Rüttelstreifenmarkierung, das Fahrverhalten, die Lärmemission, das Geschwindigkeitsniveau und die Akzeptanz der Anwohner. Der technische Außendienst der SWARCO LIMBURGER LACKFABRIK betreut das Projekt mit. Die Rüttelstreifenmarkierung dient als Zwischenlösung bis zum Umbau des Knotens in einen Kreisverkehr.

Die Entscheidung beruht auf § 45, Absatz 6, der Straßenverkehrsordnung, die Verkehrsbehörden solche Projekte erlaubt, um das Unfallgeschehen, das Verkehrsverhalten und die Verkehrsabläufe zu erforschen. Das betrifft zudem die Erprobung geplanter Maßnahmen zur Verkehrssicherung oder Verkehrsregelung.

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