Kaltplastik für Radwege
Dekorativ und reflektierend
Kaltplastik für Radwege wird in die Gruppe der lösemittelfreien, mehrkomponentigen, reaktiven Systeme eingeordnet und besteht aus zwei Komponenten (Stamm- und Härterkomponente), die durch chemische Reaktion miteinander eine duroplastische Verbindung bilden und durch thermische Einflüsse nicht mehr plastifizierbar sind. Kaltplastik für Radwege ist besonders elastisch eingestellt und wird speziell zur Beschichtung großflächiger Markierungen (z.B. Radwege) eingesetzt.
Kaltplastik für Radwege wird vorrangig als Radwegbeschichtung in Knotenpunkten mit häufiger Verkehrsbelastungen durch rollenden Verkehr appliziert. Bei ständiger Verkehrsbelastung ist Reibeplastik oder Kaltplastik D485 Fläche vorzuziehen.
- Hervorragende Griffigkeitswerte durch das Nachstreuen von Colorglasgranulat
- Erfüllt zusätzlich einen dekorativen Zweck
- Rutschhemmenden Eigenschaft durch Einstreuen von Cologlasgranulat
- Reflektierend durch zusätzlich eingestreute bunte plus9spots (z.B. zur besseren Sichtbarmachung von Gefahrenstellen)
- Geeignet für bituminöse Decken (z.B. Gussasphalt, Asphaltbeton) und auch für Betondecken (mit Primer)
Kaltplastik für Radwege wird manuell mit Rakel, Gummischieber, Glättkelle oder mit Ziehkasten appliziert und mit Colorglasgranulat und oder plus9spots (bunt) abgestreut.
| Verarbeitungstemperatur |
mind. + 5°C |
| Deckentemperatur |
+ 5°C bis + 45°C |
| Rel. Luftfeuchte |
max. 75% (Taupunkttabelle beachten) |
| aufzutragende Schichtdicke |
ca. 2 mm bis 3 mm (Basisschicht Kaltplastik für Radwege) |
| Theoretischer Verbrauch* |
ca. 3,16 – 4,74 kg/m² |
| Nachstreumittel* |
Colorglasgranulat: ca. 1 kg/m² - 1,5 kg/m² (Art.-Nr.: R15542rot) |
| Vorbereitung der Kaltplastik |
Die Kaltplastik ist vor der Verarbeitung homogen im Originalgebinde aufzurühren! Danach wird der Härter (Härterpulver) im angegebenen Mischungsverhältnis gleichmäßig mit geeignetem Rührwerk in die Stammkomponente (Kaltplastik) eingemischt. Es ist immer nur soviel Material mit Härter anzurühren, wie für die Applikation benötigt wird (Topfzeit beachten). |
| Verdünner |
Achtung: Die Kaltplastik muss ohne Verdünnerzusatz verarbeitet werden. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit zur Verringerung der Viskosität (Verbesserung der Verarbeitbarkeit/Fließverhalten bei niedrigen Material-, Luft- und Deckentemperaturen), durch Zugabe von 1-2 % Einstellmittel B (Art.-Nr.: 3041). Es sollte nur soviel Material eingestellt (verdünnt) werden wie benötigt wird, da sich die Viskosität noch nachträglich ändern kann bzw. durch das Verdünnen das Absetzverhalten beeinflusst werden kann. |
| Reinigung der Geräte und Maschinen |
Die Reinigung muss unbedingt vor der vollständigen Aushärtung des Materials mit Spezialreiniger für Markiermaschinen (Art.-Nr.: 3086) durchgeführt werden. |
(* siehe Tabelle „Theoretischer Material- und Nachstreumittelverbrauch“)
Applikationsverfahren
Manuell mit Rakel, Gummischieber, Glättkelle oder Ziehkasten. Um eine gleichmäßige Schichtdickenverteilung über die gesamte zu applizierende Fläche zu erreichen, wird die mit Härterpulver gemischte Kaltplastik mit einem Rakel, bei dem die geforderte Schichtdicke eingestellt werden kann, bzw. mit einem Ziehschuh, verteilt.
Achtung: Durch die begrenzte Topfzeit sollte die Kaltplastik zügig verarbeitet werden. In die noch nasse Fläche wird anschließend das Colorglasgranulat satt abgestreut. Das überschüssige Colorglasgranulat kann nach der Aushärtung abgefegt bzw. aufgesaugt und wieder verwendet werden. Um reflektierende Flächen zu erzeugen, kann ein Teil des Colorglasgranulats durch entsprechende plus9spots (2-3 mm) ersetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass zuerst die bunten plus9spot und danach das Colorglasgranulat gleichmäßig in die nasse Schicht vorgestreut werden muss.
(* siehe Tabelle „Theoretischer Material- und Nachstreumittelverbrauch“)
Hinweise für die Applikation
Untergrund/Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss trocken, sauber, staub-, öl-, fettfrei und frei von losen Bestandteilen und sonstigen Verunreinigungen sein. Der Untergrund und eventuell vorhandene Altmarkierungen müssen auf Tragfähigkeit und Verträglichkeit mit dem zu applizierenden Markierungsstoff geprüft werden. Im Zweifelsfall müssen Probebeschichtungen / Haftungsproben durchgeführt werden. Altmarkierungen sollten idealerweise durch geeignete mechanische Verfahren entfernt werden.
Beton oder zementgebundene Untergründe
Die haftungsstörenden Oberflächenbestandteile (Feinmörtelschicht / Betonschlemme) bei neuen Decken müssen durch geeignete Verfahren (z.B. Wasserhochdruck, Feinfräsen o.ä.) entfernt werden. Vor der Applikation mit der Kaltplastik muss der Beton bzw. die zementgebundenen Untergründe (auch Verbundsteinpflaster) mit entsprechenden Grundierungen z.B. im Spritzverfahren mit herkömmlichen Farbspritzmaschinen mit der 2-K EP-Grundierung (Art.-Nr.: 8609000) oder händisch mit Rolle mit der 2-K Grundierung B71 für Beton (Art.-Nr.: 8010) vorbehandelt werden. Gleichzeitig wird dabei einer möglichen Blasenbildung vorgebeugt, die bei Applikationen ohne Grundierung auf Betondecken auftreten können. Wichtig ist hierbei eine ausreichende Benetzung der Betonoberfläche mit den Grundierungen, um eine optimale Haftung der Kaltplastik zum Beton zu erreichen. Der Verbrauch an Grundierung ist abhängig von der Porosität des Betons und kann daher unterschiedlich ausfallen. Die Feuchtigkeit des Betons darf beim Markieren nicht höher als 4% sein.
Bituminöse Untergründe
Alle losen Bestandteile, z.B. Splitt, sind zu entfernen. Die auf der Oberfläche vorhandenen Fluxöle auf neuen bituminösen Decken sind für Folgeanstriche haftungsstörend. Da ein mechanisches Entfernen kaum möglich ist, sollte der Untergrund 4 - 8 Wochen unter Verkehr liegen. Haftungsproben sind durchzuführen.
Pflasteruntergründe
Natur-, Kunststein- und Verbundsteinpflaster stellen in sich bewegliche Untergründe dar. Im Falle von Rissbildungen / Abplatzungen durch die Relativbewegungen der Pflasteruntergründe mit eventuell fortschreitendem Verschleiß am Riss, wird keine Gewährleistung übernommen. In der Regel werden Pflasteruntergründe nicht mit Kaltplastik für Radwege markiert, weil die Vorbehandlung mit Grundierung und Pflastermörtel zu aufwändig ist.
(siehe auch „allgemeine Hinweise zu den technischen Informationen“)
| Produktname |
Art.-Nr.: |
Härterart / Technik |
|
Kaltplastik, verkehrsrot |
52403020 |
Härterpulver / manuell mit Rakel, Gummischieber, Glättkelle oder mit Ziehkasten |
| Mischungsverhältnis: Stammkomponente (Kaltplastik) : Härterpulver (BPO) = 100 : 1 |
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In die noch nasse Schicht wird Colorglasgranulat satt abgestreut und nach der Aushärtung abgefegt.
Zur Erzielung reflektierender Beläge kann ein Teil des Colorglasgranulates durch plus9spots im jeweiligen Farbton ausgetauscht werden und in die nasse Schicht eingestreut werden.

