Kaltplastik D 485
für Flächen und Antirutschbeläge
D 485 Fläche wird in die Gruppe der lösemittelfreien, mehrkomponentigen, reaktiven Systeme eingeordnet und besteht aus zwei Komponenten (Stamm- und Härterkomponente), die durch chemische Reaktion miteinander eine duroplastische Verbindung bilden und durch thermische Einflüsse nicht mehr plastifizierbar sind.
D 485 Fläche ist besonders elastisch eingestellt und wird für spezielle Flächenmarkierungen (z.B. Kreisverkehr) eingesetzt. Es ist besonders geeignet für langlebige Radwegbeschichtungen in Knotenpunkten mit häufiger
Verkehrsbelastungen durch rollenden Verkehr.
D 485 Fläche ist geeignet zur farblichen Kennzeichnung von Fahrbahnbegrenzungen, Busspuren u.v.m. und kann unter anderem in Kreuzungsbereichen als bremsverstärkende Beschichtung eingesetzt werden.(Spurrillen).
- Hervorragende Griffigkeitswerte durch das Nachstreuen von Bauxit 1-3 mm
- Besonders gut geeignet als Anti-Skid-Belag für Straßen mit starker Belastung
- Kann mit Glasgranulat oder Quarzsand abgestreut werden
- Geeignet für bituminöse Decken (z.B. Gussasphalt, Asphaltbeton) und auch für Betondecken (mit Primer).
D 485 Fläche wird manuell mit Rakel oder Gummischieber und das anschließende Versiegeln durch Rollen
aufgetragen und kann durch entsprechende Abstreumitteltypen und –größen mit verschiedenen Griffigkeitswerten eingestellt werden (z.B. Bauxit 1-3 mm SRT > 80, Quarzsand 0,7-1,3 mm SRT > 60).
D 485 Fläche kann auch als 1 Schichtsystem verwendet werden.
| Verarbeitungstemperatur |
mind. + 5°C |
| Deckentemperatur |
+ 5°C bis + 45°C |
| Rel. Luftfeuchte |
max. 75% (Taupunkttabelle beachten) |
| Trockenschichtdicke |
ca. 3,5 – 4,5 mm je nach Art des Abstreumittels (Da die Applikation händisch mit Glättkelle / Gummischieber / Rolle erfolgt und da die Nachstreumittel verschiedene Körnungen haben können keine definierten Angaben zur Schichtdicke / Nassschicht-dicke der einzelnen Schichten (Basisschicht / Versiegelung) gemacht werden. |
| Theoretischer Verbrauch* |
Basisschicht: ca. 2,8 – 3,2 kg/m² |
| Nachstreumittel* |
Bauxit 1-3 mm ca. 5,4 kg/m² - 6,5 kg/m² |
| Vorbereitung der Kaltplastik |
Die D 485 Fläche ist vor der Verarbeitung homogen im Originalgebinde aufzurühren! Danach wird der Härter (Härterpulver) im angegebenen Mischungsverhältnis gleichmäßig mit geeignetem Rührwerk in die Stammkomponente (Kaltplastik) eingemischt. Es ist immer nur soviel Material mit Härter anzurühren, wie für die Applikation benötigt wird (Topfzeit beachten). |
| Verdünner |
Achtung: Die Kaltplastik D 485 muss ohne Verdünnerzusatz verarbeitet werden. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit zur Verringerung der Viskosität (Verbesserung der Verarbeitbarkeit/ Fließverhalten bei niedrigen Material-, Luft- und |
| Reinigung der Geräte und Maschinen |
Die Reinigung muss unbedingt vor der vollständigen Aushärtung des Materials mit Spezialreiniger für Markiermaschinen (Art.-Nr.: 3086) durchgeführt werden. |
(* siehe Tabelle „Theoretischer Material- und Nachstreumittelverbrauch“)
Applikationsverfahren
Manuell mit Rakel, Gummischieber und Rolle. Um eine gleichmäßige Schichtdickenverteilung über die gesamte zu applizierende Fläche zu erreichen, wird die mit Härterpulver gemischte Kaltplastik mit einem Rakel, bei dem die geforderte Schichtdicke eingestellt werden kann, oder mit einem Gummischieber, verteilt und abschließend die gleichmäßige Verteilung mit einer Lammfellrolle durchgeführt.
Achtung: Durch die begrenzte Topfzeit sollte die Kaltplastik D 485 zügig verarbeitet werden. In die noch nasse Fläche wird anschließend das Bauxit 1-3 mm oder anderes Griffigkeitsmittel satt abgestreut. Je nach Belastung und geforderten Griffigkeitswerten kann als Abstreumittel Bauxit (für Schwerlast auf Straßen) mit hohem Antiskid oder Glasgranulat/Quarzsand (nicht für Schwerlast sondern für Gehund Radwege) eingesetzt werden. Das überschüssige Griffigkeitsmittel kann nach der Aushärtung abgefegt bzw. aufgesaugt und wieder verwendet werden. Nach dem Entfernen des Griffigkeitsmittels (z.B. Bauxit 1-3 mm) muss noch eine Versiegelungsschicht aufgetragen werden. Dazu wird mit 2 % Einstellmittel B verdünnt und mit dem Gummischieber die Kaltplastik D 485 Fläche aufgetragen und anschließend mit einer Lammfellrolle gleichmäßig verteilt. Dabei ist auf eine gut ausgeprägte Oberflächenstruktur zu achten. Die Griffigkeitsmittel dürfen nicht vollständig von der Versiegelung überdeckt werden, da sonst die Griffigkeit darunter leidet.
(* siehe Tabelle „Theoretischer Material- und Nachstreumittelverbrauch“)
Hinweise für die Applikation
Untergrund/Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss trocken, sauber, staub-, öl-, fettfrei und frei von losen Bestandteilen und sonstigen Verunreinigungen sein. Der Untergrund und eventuell vorhandene Altmarkierungen müssen auf Tragfähigkeit und Verträglichkeit mit dem zu applizierenden Markierungsstoff geprüft werden. Im Zweifelsfall müssen Probebeschichtungen / Haftungsproben durchgeführt werden.
Altmarkierung sollten idealerweise durch geeignete mechanische Verfahren entfernt werden.
Beton oder zementgebundene Untergründe
Die haftungsstörenden Oberflächenbestandteile (Feinmörtelschicht / Betonschlemme) bei neuen Decken müssen durch geeignete Verfahren (z.B. Wasserhochdruck, Feinfräsen o.ä.) entfernt werden. Vor der Applikation mit der Kaltplastik muss der Beton bzw. die zementgebundenen Untergründe (auch Verbundsteinpflaster) mit entsprechenden Grundierungen z.B. im Spritzverfahren mit herkömmlichen Farbspritzmaschinen mit der 2-K EPGrundierung (Art.-Nr.: 8609000) oder händisch mit Rolle mit der 2-K Grundierung B71 für Beton (Art.-Nr.: 8010) vorbehandelt werden. Gleichzeitig wird dabei einer möglichen Blasenbildung vorgebeugt, die bei Applikationen ohne Grundierung auf Betondecken auftreten können. Wichtig ist hierbei eine ausreichende Benetzung der Betonoberfläche mit den Grundierungen, um eine optimale Haftung der Kaltplastik zum Beton zu erreichen. Der Verbrauch an Grundierung ist abhängig von der Porosität des Betons und kann daher unterschiedlich ausfallen. Die Feuchtigkeit des Betons darf beim Markieren nicht höher als 4% sein.
Bituminöse Untergründe
Alle losen Bestandteile, z.B. Splitt, sind zu entfernen. Die auf der Oberfläche vorhandenen Fluxöle auf neuen bituminösen Decken sind für Folgeanstriche haftungsstörend. Da ein mechanisches Entfernen kaum möglich ist, sollte der Untergrund 4 - 8 Wochen unter Verkehr liegen. Haftungsproben sind durchzuführen.
Pflasteruntergründe
Die Kaltplastik D 485 Fläche ist nicht für Pflasteruntergründe geeignet.
(siehe auch „Allgemeine Hinweise zu den Technischen Informationen“)
| Produktname |
Art.-Nr.: |
Härterart / Technik |
| Kaltplastik D 485 Fläche, tomatenrot |
52403020 |
Härterpulver / manuell mit Rakel, Gummischieber, Glättkelle oder mit Ziehkasten |
| Mischungsverhältnis: Stammkomponente (Kaltplastik D485) : Härterpulver (BPO) = 100 : 1 |
||
In die noch nasse Schicht wird als Griffigkeitsmittel z.B. Bauxit 1-3 mm (R10210), Colorquarzsand (R15101) oder Colorglasgranulat (R15542farblos) in verschiedenen Körnungen satt abgestreut und anschließend mit Kaltplastik D 485 Fläche versiegelt. (Für die Versiegelung ist die Zugabe von ca. 2 % Einstellmittel B in die D 485 Fläche notwendig, um eine gleichmäßige Verteilung mit der Rolle zu garantieren!).
In den Monaten Oktober bis April wird witterungsbedingt die Kaltplastik D 485 als Wintereinstellung hergestellt.

